Projekt Beschreibung

Bauvorhaben

Sanierung und Neubau Badepark „Solymar“

Bauherr

Erholungs- und Freizeitpark

Bad Mergentheim GmbH

Projektzeit

2011-2015 / 2016-2020

Baukosten

EUR 6,6 Mio.

Leistungsphasen

nach HOAI § 53: 1-8

Technische Beschreibung

Das bestehende Solymar wurde entsprechend der Planung verändert, die Lage der Funktionen blieb im Wesentlichen erhalten. Vergrößerung der Mineralbecken mit Thermencharakter. Anbau des Saunenbereichs mit großzügiger sowie offener Saunalandschaft mit neu gestalteten Außenflächen.

Die Gebäude wurden abschnittsweise saniert, sodass der Betrieb teilweise erhalten bleiben konnte. Die Sanierung erfolgte nach EnEV 2009. Zusätzlich wurde ein neuer Spa-Bereich errichtet sowie der vorhandene Sport- und Lehrschwimmbeckenbereich komplett saniert und das Sportbecken entsprechend der FINA-Richtlinien als Wettkampfbecken neu errichtet. Hier wurde eine Wettkampfbeleuchtung von 600 Lux eingebaut.

Die Wärmeversorgung wird über eine ORC-Anlage durch die Stadtwerke, ebenfalls Tochter der Stadt Bad Mergentheim, mit zwei Wärmetauschern á 1.500 kW mit einem sehr niedrigen Primärenergiefaktor zur Verfügung gestellt. Über zwei Hauptpumpen analog einem Fernwärmenetz wird die Wärme für alle Abnehmer wie Lüftungsanlagen, statische Heizung, Badewasserwärmetauscher zur Verfügung gestellt. Die Lüftungsanlagen wurden zum größten Teil erneuert, vier Bestandsanlagen wurden der Hygienerichtlinie angepasst, alle Anlagen erhielten eine Wärmerückgewinnung mit über 70 %, die Neuanlagen im Bereich Becken erhielten zusätzlich jeweils eine integrierte Wärmepumpe.

Die komplette Badewassertechnik wurde mit neuen Saugfiltern ausgestattet, die Verrohrung und die Pumptechnik wurden auf Basis der notwendigen Hydraulik für Saugfilter ausgelegt, was zu einer erheblichen Einsparung des Frischwasserverbrauchs führt und natürlich auch gleichzeitig die Abwassermenge reduziert. Alle Anlagen wurden über eine neue Leittechnik steuerungsmäßig zusammengeführt, so dass nun die Lüftungsanlagen, die Badewassererwärmung, die Beleuchtung sowie die Attraktionen und Lichtspiele in den Becken von einer Zentrale, die Web-basierend ist, gesteuert wird. Durch diese Technik können auch über IP-Adressen die einzelnen Errichter ihre Anlagen extern begutachten und schon vor anstehenden Wartungen erkennen, welche Teile eventuell ausgetauscht oder erneuert werden müssen. Dadurch werden die Wartungskosten erheblich reduziert.

Das komplette Bad wurde mit einer hauptsächlich auf LED-Basis beruhenden Beleuchtungstechnik ausgestattet, so dass der Stromverbrauch hier auf den geringsten, im Moment möglichen Stand reduziert wurde.

Durch die besondere Form der Wärmeerzeugung über Biomasse in Verbindung mit einer ORC-Anlage hat das Bad einen Primärenergieverbrauch der nahe dem Passivhausstandard liegt.